|
Großer Dank geht euch für einen sehr schönen E-100 der Marke Dragon Models an Jacek Kozlowski (idefixx56). Jacek hat eine ausführliche Anleitung zu diesem Modell beigefügt, welche im erweiterten Bericht anhängt.
Das Modell seht ihr bei Klick in der Galerie und Kontakt gibt es wie immer über das Forum. Auch dieses Modell nimmt an der Verlosung teil.

Inspiriert durch schöne Bilder im Internet habe ich mich entschlossen, selber einen E-100 zu bauen. Entschieden habe ich mich für den Dragon Models Bausatz, der auf jeden Fall die besseren Ketten hat und das ist sicher bei diesen Riesendingern ein entscheidendes Argument. Immerhin sollen die Ketten im Original fast einen Meter breit gewesen sein. Beim Dragon Bausatz sind es nämlich Einzelglieder- bzw. Segmentketten, die bei weitem besser sind als die Vinylketten aus dem Trumpeter Bausatz. Der Bausatz ist meiner Meinung nach völlig unproblematisch zu bauen, ich rate aber beim Zusammenbau der riesigen Panzerwanne alle Komponenten mit Stabilitkleber zu verstärken. Das komplette Modell bis auf die Laufräder wurde montiert, die Räder wurden separat zusammengebaut. Jetzt mußte ich mich für eine Lackierung entscheiden. Da es sich sowieso um ein Fahrzeug handelt, das nie im Ganzen existiert hat, kann man sich eigentlich austoben. Zum Ende des Krieges gab es sehr viele Bemalungsvarianten. Ich habe gelesen, daß sogar violette Farben denkbar waren, gemischt mit grünen Farbtönen. Wie auch immer, ich habe mich auf eine Lackierung festgelegt, die auch tatsächlich eingesetzt wurde. Es handelt sich hier um die so genannte Hinterhalttarnung. Verwendet wurden drei Grundtöne, ein sandgelb, rotbraun und grün. Immer in versetzter Weise wurden nach der Auflackierung der Grundtöne Tupfen aufgebracht mit den gleichen Farben. Nach dieser Prozedur wurde das gesamte Modell mit einem glänzenden Klarlack ( Future ) überzogen, eine s.g. Versiegelung. Das gesamte Modell wurde jetzt mit einer dunklen Brühe ( MIG Wash ) überzogen. Nachdem es angetrocknet war, wurde diese Schicht mit einem weichen Lappen, an unzugänglichen Stellen auch mit Ohrputzern wieder entfernt, so daß nur in den Vertiefungen des Modells die dunkle Brühe zurückgeblieben ist. Nächster Schritt nach einem zweitägigen Durchtrocknen war ein weiterer partieller Überzug mit Future und zwar an den Stellen, an denen die Decals aufgebracht werden sollten. Nach dem Aufbringen der Decals wieder ein Überzug mit Klarlack, jetzt allerdings mit Mattlack. Danach wurde das gesamte Modell in tagelanger Arbeit trocken gebürstet und mit verschiedenen Farbpigmenten behandelt, um ein gebrauchtes Aussehen zu vermitteln. Auch die Kettenabdeckungen wurden nur teilweise angebracht und zum Teil „beschädigt“ dargestellt. Betonen möchte ich noch, dass das gesamte Fahrwerk incl. der Laufräder in einer Rostschutzfarbe belassen wurde, was zum Ende des Krieges durchaus üblich war, weil auch in diesem Bereich großer Mangel herrschte und die Farbe oft nicht für eine komplette Tarnung ausreichte. Die Figur im Turm ist als Verdeutlichung der Größe des Panzers gedacht, da sieht der Königstiger wie ein Fahrzeug aus einem anderen Maßstab gegen den E-100 aus.
Gruß
Jacek
|