Hallo Modellbaufreunde,
ich möchte euch mein neustes Modell präsentieren. Den M51 von Dragon Models Models in der Premium Version habe ich aus der Schachtel gebaut. Ordentlich Ätzteile sind ja dabei und mal was anderes als der Zweite Weltkrieg. Die Epoche in dem der Panzer zum Einsatz kam, ist für mich totales Neuland und es ging erst mal an etwas Recherche im weltweiten Netz.
Der M51 ist eine französisch-Israelische Entwicklung, aufbauend auf dem amerikanischen Sherman-Panzer des Zweiten Weltkriegs. Der Panzer wurde von der israelischen Verteidigungsarmee (IDF) ab 1965 bis 1980 eingesetzt. Der Panzer hatte die französische 105 mm CN 105 F1 Kanone mit einer speziellen Mündungsbremse. Den ersten Kampfeinsatz hatte er beim „6 Tage Krieg“ vom 5 bis 10 Juni 1967 gegen arabische T-34/85, T-54 und T-55. Bei meinen Recherchen, habe ich festgestellt, dass es von diesem Panzer verschiedene Versionen gegeben hat. Ob Dragon am Bausatz alles richtig gemacht hat, ist für mich nur sehr schwer nachzuvollziehen. Dazu müsste man die entsprechende Fachliteratur besitzen.
Zum Bausatz: Der Bausatz baut auf Dragon Models`s älteren M51 Bausatz auf, ausgestattet mit reichlich Bonusmaterial. Der Karton ist gefüllt mit 23 Spritzrahmen, Klarsichteilen, einem Alu-Rohr. Spiralfedern und Metallrohren für das Fahrwerk, 2 Fotoätzteilbögen, und einer Weichplastikkette. Also Bastelspaß pur für lange Abende.
Zum Bau und zur Bemalung: Das Fahrwerk habe ich als erstes gebaut. Es ist dankt der Spiralfedern voll beweglich und kann später perfekt dem Untergrund angepasst werden. Wichtig hierbei ist, nicht an die Wanne kleben wie im Bauplan angegeben, sonst wird man beim Lackieren böse Überraschungen erleben. Als nächstes kam die Wanne mit allen Anbauteilen. Hier kann sich der Detaillierer dank der PE voll austoben. Dragon hat aber auch hier wieder nur Halbheiten gemacht, indem der Bauplan nicht vorgibt welche Plastikteile abgetrennt und durch PE ersetzt werden müssen. Ebenfalls sind keine Klebepositionen für die PE vorgegeben. Man muss also ständig auf den Kartonboden schauen, wo ein fertig gebautes Modell zu sehen ist. Die Kettenabdeckungen habe ich mit einem Hold & Fold Set gebogen und wegen der Festigkeit wie immer zusammengelötet. Alle anderen Ätzteile wurden mit Cyanoacrylkleber angeklebt. Weiter ging es mit dem Turm, der keinerlei Innenausbau hat. Eine Herausforderung an die Geduld sind die DS Ketten aus Weichplastik. Hier müssen 158 Kettenhörner(!!!), die vorher vom Spritzrahmen getrennt und versäubert müssen, eingeklebt werden.
Nachdem der Rohbau geschafft war, ging es an die Bemalung. Ich habe das Modell mit Gunze H406 "schokoladenbraun vorschattiert und danach mit einem Mix aus den Gunze Farben H66/H44/H403 und H11 gespritzt. Um eine aufgelockerte Farbe zu erreichen, habe ich nacheinander mit vier unterschiedlichen Mischungsverhältnissen dieser Farben gearbeitet. Anschließend habe ich die Decals mittels Microset und Microsol angebracht. Es folgte ein Filter aus graubraun und ein nur leichtes Washing um mehr Tiefe in die Farbe zu bekommen. Der nächste Schritt war ein Trockenmalen mit gelblich/weißen Ölfarben. Weiter ging es mit dem Einstauben des Modells mit Pigmenten. Diese wurden teils trocken, teils nass mit White Spirit aufgebracht. Ein Chipping habe ich nur an einigen Blechen angebracht, da der Fronteinsatz des Panzers nur sehr kurz war. Ich habe mich beim Altern mehr auf das Verstauben des Fahrwerks konzentriert. Beim Altern der Ketten wurden verstärkt Pastellkreiden eingesetzt, die nass aufgebracht wurden. Der Abschluss bildet die Detailbemalung der Werkzeuge und Anbauteile.
Fazit: Ein sehr schöner Bausatz eines nicht alltäglichen Panzers, der doch einige Schwierigkeiten beim Bau nach Bauplans aufgibt. Wer noch nicht, oder nur selten mit Fotoätzteilen arbeitet, kann sich den Bausatz trotzdem zulegen, da allein schon das gedrehte Rohr und die Metallteile fürs Fahrwerk dem Bausatz sehr gut tun. Es wäre aber trotzdem schade die PE für immer in der Grabellkiste verschwinden zu lassen.
Ich hoffe er gefällt euch, Gruß Olav
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