Kampffahrzeuge waren stärksten Beanspruchungen ausgesetzt. Daher verwundert es niemanden, wenn auf Originalfotos Blechteile und- oder Behältnisse oftmals stark „kaltverformt“ aussehen. Leider sind in den Bausätzen diese Teile all zu neu. Hier kann man aber mit Walzblei ganz einfach Abhilfe schaffen : Wenn man z.B. den Deckel einer metallenen Packkiste so richtig schön verdellen will, schneidet man vom Originalteil zunächst die Scharniere und Verschlüsse vorsichtig mit dem Skalpell ab (wenn man Glück hat kann man sie wieder verwenden). Anschließend wird der Deckelrand abgetrennt, so daß ein einfacher Kasten entsteht (also einfach den schmalen Überstand wegsäbeln). Nun legt man ein entsprechend großes Stück Walzblei (zur Not geht auch die Bleifolie von einer Sektflasche) über den Deckel und formt diesen nach. Die Ecken werden schön übereinander gefaltet und nun vorsichtig am Deckelrand unten abschneiden. Jetzt kann man den Deckel mit Scharnieren und Verschlüssen ergänzen und vorsichtig in „Form“ bringen. So ein bearbeitetes Teil lockert jedes Modell auf und bringt mehr Realismus. Hier klicken um ein Beispiel an einem Panther zu sehen.
Möchte man Bordwerkzeuge direkt aus dem Bausatz verbauen, sieht dies meistens nicht besonders realistisch aus, da meistens die Bügel fehlen. Fotoätzteile sind nun mal nicht jedermanns Sache, also brauchen wir eine einfache Abhilfe. Ich verwende hierfür schmale Streifen von Evergreen Profilen und biege diese in eine U-Form. Anschließend wird der Bügel einfach mit normalem Plastikkleber an die Werkzeughalterung angeklebt. Ein kleiner Aufwand, der sich auf jeden Fall lohnt – Ausprobieren !!
All zu oft muß man Verklebungen vornehmen, bei denen sich handelsüblicher Plastikkleber als ungeeignet erweist, z.B. Rumpfverklebungen, Laufrollen, Schlitze verkleben, usw.
Für diese Anwendungen benutze ich handelsübliche Nitroverdünnung, die ich mittels verschiedener Pinsel auftrage, bzw. in Schlitze einlaufen lasse. Durch die Kapillarwirkung läuft die Verdünnung tief in die zu verklebende Stelle ein und löst das Plastik an. Nach minimaler Einwirkzeit können die Teile dann zusammengepreßt werden und halten bombenfest. Vorteil ist auch, daß die Ablüftezeit sehr kurz ist, das heißt, wenn mal ein Tropfen daneben geht, trocknet es sehr schnell ab und es bleiben weniger häßliche Flächen auf dem Modell.
Vorher aber bitte an einem Gußast oder Reststück auf Verträglichkeit bzw. Reaktion testen.