Eine ganz simple Methode, realistisch wirkende Planen, decken u.ä. herzustellen ist, diese aus lufttrocknender Kinderknete (z.B. Playdoo) zu modellieren. Dieses Material läßt sich hervorragend rollen, falten und anderweitig in Form bringen. So habe ich unter anderem bereits Rucksäcke, Taschen und ähnliches daraus geformt. Die Spannriemen, Zurrgurte, usw. entstehen aus Bleifolie. Nach entsprechender Durchtrocknung (Bitte wirklich darauf achten, sonst schmiert‘s !!) kann das Bauteil mit allen handelsüblichen Farben angemalt werden. Probiert‘s aus !
Mal was ganz anderes... Wenn man ein Motorabdeckung oder ähnliches ohne großen Aufwand selbst herstellen möchte gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist ein Spritzschutz für Bratpfannen. Dieser kann sehr leicht mit einer Schere in Form geschnitten und gebogen werden. Mit Evergreen-Profilen verfeinert kann sich das schon sehen lassen. Was auch noch verwendet werden kann sind z.B. feines Fliegengitter, Geschenkbänder mit entsprechender Struktur oder Teesiebe. Einfach immer mal die Augen offen halten und mal durch eine Haushaltswarenabteilung schlendern, da findet man so einiges brauchbares...
Packkisten, die im original aus Blech hergestellt waren, lassen sich ganz einfach selber herstellen. Ich nehme dazu einfach einen rechteckigen Holzstab (Holzprofil) in der passenden Größe, den ich mir nur noch passend ablängen muß. Anschließend verkleide ich den Holzstab mit Bleifolie, die nur an den Ecken mit ganz wenig Sekundenkleber fixiert wird. Der Deckel wird dann separat, ebenfalls aus Bleifolie, hergestellt und anschließend mit Scharnieren und Schloß / Schlössern versehen. Diese erstelle ich aus dem gleichen Werkstoff. Genau auf den Knick von dem Scharnier und dem Schloßblech kommt noch ein passender Draht, der nur noch ein paar mal eingeritzt wird – fertig.
Oft braucht man mal einen Zurrgurt, einen Riemen oder etwas ähnliches. Ich verwende hierfür Bleifolie (dickere Alufolie oder zur Not etwas dickeres Papier geht auch) die ich mir in Streifen in gewünschter Breite schneide. Nun biege ich mir aus Draht entsprechende Ösen, welche ich auf der einen Seite „abplatte“. Hierdurch schiebe ich den Gurt und falte ihn um die Öse und fixiere mit einem Tropfen Sekundenkleber. Anschließend nach Wunsch bemalen. So lassen sich übrigens auch Gewehrriemen darstellen.
Hier möchte ich eine kurze Beschreibung abgeben, wie ich Bauteile abforme und in Resin (Gießharz) selber fertige :
Ich benutze Harz der Marke "ebalta", das ist genau das Resin, das von der Firma New Connection für Ihre kits verwendet wird. Mit dem habe ich persönlich meine besten Erfahrungen gemacht. Es ist flüssiger als Wasser, läuft somit in die letzten Winkel und Vertiefungen der Form und trocknet absolut verzugs- und verlustfrei durch.
Ich erstelle meine Formen, in dem ich das abzuformende Teil auf einen Gießkegel klebe (ein größerer Plastikwürfel,d er als Einfüllhilfe dient und dann als "Gußbutzen" abgetrennt wird) und diesen dann auf eine glatte Oberfläche z.B. beschichtetes Holz, Kachel oder ähnliches mit der HEISSKLEBEPISTOLE festklebe. Um die "Mutter" herum wird nun in gebührendem Abstand (die Form muß ja was aushalten) von mindestens 1,5 - 2 cm um die BREITESTE Stelle ein Rahmen aus gekantetem Metall ebenfalls mit der Heißklebepistole erstellt (zwei 90 Grad Teile, die absolut DICHT verklebt werden müssen !!! Auch am Boden und an den Seitenrändern - und hier großzügig arbeiten, ich weiß warum...) Nach Durchtrocknung kann nun das Silikon (ebenfalls von ebalta) eingefüllt werden. Ich empfehle auch für die obere Begrenzung eine Makierung zu setzen, denn auch nach oben sollten ca. 2cm Form bleiben. Durch leichtes Schütteln und klopfen sollten die letzten Luftbläschen entweichen. Wenn nun alles gut getrocknet ist kann der Metallrahmen entfernt werden und die Form von der Bodenplatte entfernt werden. Die "Mutter" befindet sich nun in der Form. Kleinere Teile (bei mir bis zum Motorblock) lassen sich nun leicht aus der Form lösen. Bei komplexeren Originalen sollte die Form dennoch (entlang der "Mutter") durchgeschnitten werden. Es empfiehlt sich übrigens eine Hilfslinie am Original aufzumalen, an der man dann sicher entlang schneiden kann. Zusammenkleben läßt sich die Form dann mit handelsüblichen Packband. Nun auf sicheren Stand achten und das Resin eingießen (Vorsicht, Vorsicht !! Ich trage echt mittlerweile jedesmal eine Schutzbrille aus eigener, schlechter Erfahrung !!) Sicherheitshalber stelle ich immer eine kleine Plastikwanne o.ä. unter die Form. Wieder leicht (!!) schütteln und klopfen damit die Luftbläschen entweichen können, man kann auch mit einem Zahnstocher o.ä. ein wenig darin herumstochern...Nur noch soviel Geduld bis die Durchtrocknung abgeschlossen ist und dann...
Selbstverständlich eignen sich auch Produkte anderer Hersteller für diese Arbeiten, mit denen habe ich jedoch selbst noch keine Erfahrungen gemacht und kann deshalb darüber nicht berichten. Grundsätzlich ist jedoch der Arbeitsablauf unabhängig vom eingesetzten Produkt. Für das Abformen kleinerer Teile eignet sich auch das streichbare Silikon aus dem Baumarkt mit dem Biber, aber für größere Teile : Finger weg !
Scratch bauen bedeutet streng übersetzt „neuanfertigen“. Es bedeutet im Modellbau nichts anderes als völlig selbst erstellt, selbst angefertigt. Modellbau ohne Bausatz z.B. aus Plastikkarte und Evergreen Profilen. Aus einfachen Plastktafeln und Profilen werden ganze Teile eines Modells oder das gesammte Modell selbst konstruiert und gefertig. Man spricht dann von „scratch gebaut“. Hier klicken um ein Beispiel zu sehen.