Dieses Sonderkraftfahrzeug Sd.Kfz. 186 s war der schwerste seiner Gattung in der deutschen Wehrmacht des II. Weltkrieges.Noch während den Entwicklungsarbeiten am schweren Tiger II wurde mit der Ausarbeitung eines schweren Panzerjägers auf dem Fahrgestell des Tiger II begonnen. Ein Holzmodell mit der 12,8-cm Kanone wurde im Oktober 1943 vorgeführt, die ersten beiden Produktionsmuster des Jagdtiger wurden anfang 1944 an das Waffenamt ausgeliefert.
Die Granaten seiner 12,8-cm-Pak konnten jeden gegnerischen Panzer außer Gefecht setzen. Vom Typ Jagdtiger wurden nur 48 , manche sprechen auch von ca.70 aber stimmen wird wohl eher die Zahl 48 , Stück gebaut, die aber nicht mehr alle,zum Fronteinsatz kamen. Das Fahrwerk des über 71 Tonnen schweren Panzers war in originaler Form vom Tiger II Königstiger übernommen worden. Die wenigen zu den schweren Panzerjägerabteilungen gelangten Sd.Kfz 186 s, deren Panzerung von feindlichen Geschossen nur sehr schwer durchschlagen werden konnte, hatten sich im Einsatz gut bewährt. Allerdings hatte er ein Leistungsgewicht von nur 9,7 PS pro Tonne , was Ihn im Gelände und auf schlechten Wegverhältnisen sehr unbeweglich machte ,was sich in kritischen Kampfsituationen natürlich nachteilig auswirkte. Dadurch kam es öfter vor das Jagdtiger aufgegeben werden mußten weil sie sich im Gelände festgefahren hatten. Desweiteren mußten auch viele Jagdtiger mit technischen Defekten aufgegeben werden , die wenigsten wurden im direkten Gefecht abgeschoßen . Es gab für den Jagdtiger zwei verschiedene Laufwerke die frühe Version mit dem Schachtellaufwerk von Henschel mit neun Laufrollen auf jeder Seite und eine späte Version mit dem Federstab Rollenwagenlaufwerk von Porsche mit acht Laufrollen auf jeder seite welches fertigungsmäßig leichter herzustellen war und auch leichter zu warten war . Ab Ende 1944 wurden die schweren Heeres Panzerjäger Abteilungen 512 und 653 mit dem Jagdtiger ausgerüstet . Die Abteilung 512 kapitulierte am 16.04.1945 in Iserlohn. Die Abteilung 653 kämpfte mit den lezten Jagdtigern in den ersten Maitagen noch bei St. Andreasberg im Harz . Am 5 Mai 1945 erhielt angeblich in Österreich die schwere SS Panzerabteilung 101 noch 2 Jagdtiger von denen einer mit technischem Defekt liegenbleibt und der andere als Straßensperre verwendet wurde. Zwei bekannte Jagdtigerkommandanten waren Oberleutnant Otto Carius der von der schweren Heeres Panzer Abteilung 502 der nach Verwundung als Kompanieführer zur Jagdtiger Abteilung 512 kam , der andere Kompanieführer der 512 war Hauptmann Albert Ernst er kam von der schweren Heeres Panzerjäger Abteilung 519
Technische Daten
Gefechtsgewicht: ca. 72 t
Höchstgeschwindigkeit Straße: 38 km/h
Höchstgeschwindigkeit Gelände: 17 km/h
Fahrbereich Straße: 170 km
Fahrbereich Gelände: 120 km
Länge über alles: 10.66 meter
Länge ohne Rohr: 7,80 meter
Breite über alles: 3,63 meter
Höhe: 2,82 meter
Kettenbreite : 0,8 meter
Boenfreiheit : 0,46 meter
Wattiefe : 1,80 meter
Motor: Maybach 1/12/V/0 mit 700 PS
Kraftstoffvorrat : 865 Liter
Geschütz: 12,8cm Pak 44/L55
Sonstige Waffen: 2 MG (Bug, Fla) 7,92 mm
das Fla MG auf dem Heck hatten nicht alle Jagdtiger
Besatzung: 6 Mann
Panzerung maximal: 250 mm
Munitionsvorrat : 40 Schuß 12.8cm MG Munition 1500 bis 3000 Schuß